Klassentreffen mit Niveau

Hauptschulklassen feiern 20jährigen Schulabschluss

Sonntagnachmittag in Aula der Hauptschule Neutraubling : Gedränge wie in der Pause, fröhliches Lachen. Aber nicht Kinder sind es, die das muntere Treiben bilden, sondern gestandene Mannsbilder und elegant gekleidete Damen bilden die Gesprächsgruppen und liegen sich in den Armen. Ja du bist doch der . . wie heißt du gleich wieder? Namensschilder werden verteilt und helfen der Wiedersehensfreude auf die Sprünge. Die Abschlussklassen des Jahres 1985 hatten zum Klassentreffen geladen und fast hundert Ehemalige waren der Einladung gefolgt.
Für den verhinderten Rektor Anton Mangelkramer begrüßte Religionslehrer Heinz Kiechle die zum Teil  weit gereisten Gäste. „Dass Ihr in so großer Zahl gekommen seid, zeigt, dass Ihr einander nicht nur Mitschüler, sondern auch Mitmenschen wart, meinte Kiechle eingangs. Und es beweise, dass Ihr zumindest im Nachhinein die Schulzeit nicht als lästige Pflicht, sondern als sinnvolle und  unbeschwerte Jugend erkannt habt. Den anwesenden ehemaligen Lehrkräften Gaby Rothenbücher, Mathilde Pröbstl und Hans Huber ist es eine große Freude, dass Ihr als Erwachsene gespürt habt, dass wir Lehrer es bei mancher Strenge gut mit Euch Schülerinnen und Schülern gemeint haben“. Zwanzig Jahre sind seit dem Schulabschluss vergangen.  Viele der Ehemaligen hätten ihr Glück in Familie und Beruf gefunden, aber auch viele Träume sind zerplatzt und so mancher Schicksalsschlag musste ausgehalten werden, meinte Kiechle nachdenklich. Und so zeuge es von Reife und Niveau, dass die Vorbereiter des Jahrgangstreffens mit der Schulbesichtigung auch einen Gottesdienstbesuch eingeplant haben. Er dankte dem Planungssteam um Kailer Sandra, Plank Christina und Watter Alexandra für das anspruchsvolle Programm des Treffens, das sie fast einem Jahr lang vorbereitet hatten. Zu dem Team gehörten auch Eberl Elke, Knorr Rosario, Motzkau Karl-Heinz, Müller Marcus, Markus Maria und Conny Schleelein.
Nach Kiechle wandte sich der ehemalige Rektor Franz Huber an die Gäste. Auswendig, fast ausschließlich in Reimform, launig und besinnlich ging er auf die vergangene Schulzeit ein. Er erinnerte an die verstorbenen Lehrkräfte der Schule und meinte, dass friedliches Zusammenleben in der Familie ein Schlüssel zum Glück sein könne.


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Nach der mit viel Heiterkeit inszenierten Aufstellung für ein Erinnerungsfoto verkündete Oliver Urbas unter großem Beifall, dass sie als ehemalige Schüler/Innen nichts an Disziplin verloren hätten: Ein Pfiff des Lehrers und schon stünden alle wieder in Reih und Glied. Und: „Wir waren doch eine tolle Truppe!“
Heinz Kiechle führte die staunenden Gäste anschließend durch das Schulhaus. Helle Farben, ein Schülercafe . . „schöner als früher, meinten die meisten Ehemaligen, die unbedingt ihren alten Platz finden wollten. Staunen auch im EDV-Raum, in dem Lehrer Peter Inkofer stolz „seine“ Computer präsentierte. Viele wollten sich gleich zu einem Kurs anmelden. Geschlossen nahmen die Teilnehmer des Treffens dann am Erntedankgottesdienst der Pfarrgemeinde teil, in dem Heinz Kiechle in den Fürbitten der verstorbenen Lehrkräfte und Schüler/Innen der Hauptschule gedachte. Pfarrer Ludwig Gradl verband in seiner Predigt den Erntedank mit dem Dank der Ehemaligen für das Vergangene. Andächtige Stille herrschte, als der Leiter des Jugendchores das Vater unser auf besonderen Wunsch als Solo sang. Ihm und dem beeindruckendem Jugendchor spendeten die Gäste, von denen früher selbst viele in der ehemaligen Pfarrjugend aktiv waren, einen kräftigen Applaus.

Seinen fröhlichen Abschluss fand das Treffen abends beim gemeinsamen Essen in der mit alten Klassenfotos geschmückten Stadthalle. Beim regen Tauschhandel um Fotos und Adressen ging es schon um den Termin für das nächste Jubiläumstreffen.

Bei flotter Musik der 80er Jahre plante man bis fast zum Morgengrauen...

Ein ganz herzliches Dankeschön geht an Heinz Kiechle, der durch seine Einsatzbereitschaft viel dazu beigetragen hat, dass es für alle ein unvergesslich schöner Tag war.

Sandra Kailer, Christina Plank
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